Florida-Stellenmarkt

Jobs & Stellengesuche für Deutsche in Florida

Gelernter Elektroinstallateur, verheiratet…

Mai 7th, 2009 by Redaktion

“Gelernter Elektroinstallateur verheiratet/1 Kind (8 Jahre)” (gefunden hier) sucht Arbeitstelle in Florida – warum führt diese Art von Stellengesuch von Deutschland aus so selten zum Erfolg?

Hier ein kurzer Abriß der vier Hauptgründe:

1) “verheiratet/1 Kind (8 Jahre)”. To put it bluntly: who cares?!

Derartige Angaben haben nichts in einem Stellengesuch oder in einer Bewerbung für eine Anstellung in den USA verloren. US-Arbeitgeber würden nicht danach fragen, denn das wäre ein Gesetzesverstoß. Freiwillig diese Art von Information bei der Jobsuche zu offerieren, gilt in den USA als schlichtweg unprofessionell.

2) Wie ernst ist es mit dem Arbeitswunsch in den USA? Wer es trotzdem auf die oben beschriebene Weise versucht, zeigt damit nämlich an, daß er/sie nicht ihre Hausaufgaben betr. Auswandern oder Arbeiten in den USA gemacht hat.

Dabei gibt es zahlreiche Bücher, Websites und Foren, die sich detailiert mit dem Thema befassen, kostenlose Online-Tests für deutsche Bewerber in den USA eingeschlossen.

3) In den USA bewerben sollte man sich auf Englisch, nicht auf Deutsch. Das gilt auch für Stellengesuche. “Aber ich suche doch deutsche Firmen in Florida…”, wird “Gelernter Elektroinstallateur” hier womöglich einwerfen.

Selbst dann. Ausnahmen mögen zwar ab und an die folgende Regel bestätigen, aber grundsätzlich gilt: Oftmals ist es gerade mal die deutsche Inhaberin oder der Geschäftstellenleiter einer deutschen Firma, die der deutschen Sprache mächtig sind. Der Rest des (einstellenden) Personals bei möglichen Zielfirmen spricht Englisch, oft auch Spanisch – und, statistisch gesehen, immer öfter eher Chinesisch als Deutsch.

4) Das gilt vor allem für die nicht-deutschen Firmen in Florida. Jobsuche in den USA hat, besonders in der gegenwärtigen Rezession, nicht nur mit Arbeitsüberangebot und geringer Nachfrage, sondern auch mit Wahrscheinlichkeitsmathmatik zu tun.

Ein hochqualifizierter Bewerber aus Deutschland sollte also bei der Arbeitssuche die große Mehrheit der amerikanischen Firmen in Florida in der betreffenden Branche nicht vernachlässigen, bei denen nicht Deutsch gesprochen wird.

Wenn, wie bei kleinereren Firmen üblich, dann “the office administrator” im Web nach “German-trained” or “German-speaking technician” sucht, steigen die Chancen von 0 auf 100, wenn das betreffende Stellengesuch in solidem Business-Englisch abgefaßt ist und von Vertrautheit mit den Bewerbungsanforderungen in den USA zeugt.

Von der eigentlichen Bewerbung wollen wir hier – bis auf diesen Datenschutzhinweis für deutsche Bewerber in den USA – gar nicht erst anfangen. Dazu später mehr an dieser Stelle.

Wer nicht bis dahin warten kann, findet Hilfe u.a. bei den USA-Berufsberatern vom Career Service des Germany-USA Career Center.

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This entry was posted on Donnerstag, Mai 7th, 2009 at 11:29 am and is filed under Jobs in Florida. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

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